“The Last Of Us” Review

In zwei Tagen auf der Konsole beim Kollegen durchgezockt – wow! Nun freue ich mich auch auf Teil 2 🙂

Trailer

Review

Ein Hammer!

Ich bin kein Konsoliero. Die letzte Konsole, welche ich besass, war die Nintendo Wii U und davor die PS 1 (ja, die eins…). Entsprechend zogen “Konsole-Only Games” die Jahre auch an mir vorbei wie Tankstellen auf der Autobahn und Naughty Dog war für mich noch ein Synonym für Crash Bandicoot. Ein Freund von mir erzählte mir aber immer wieder von diesem einen Spiel, welches er mindestens 50 Mal durchgezockt hat. Dies weckte mein Interesse und im Anschluss an die diesjährige Sumner-Lan Premiere unserer hauseigenen, alljährlichen Lanparty nahm ich mir zwei Tage Zeit und zockte das Ding durch. Und man hat es Spass gemacht!

Ich muss meinem Kollegen recht geben: Das Spiel ist wirklich saugut! Im Normalfall habe ich meine MĂĽhe, Singleplayer-Spiele durchzuzocken, da bei mir nach einigen Stunden der Motivationsfaden reisst. Nicht so bei The Last Of Us: Der Spannungsbogen des Spiels ist genial und die Atmosphäre derart dicht, dass es dich regelrecht an den Bildschirm fesselt – du willst einfach wissen, wie es weitergeht! Einen erheblichen Beitrag dazu liefern die genial gesprochenen Charaktere: Innert kĂĽrzester Zeit bauen sich Sympathien zu den einzelnen Figuren auf und man beginnt sie richtig gern zu bekommen. Positiv ĂĽberrascht hat mich auch der Abwechslungsreichtum: Es gab selten eine Levelpassage, welche mich langweilte. Ăśberragend fand ich die Idee, plötzlich die Perspektive zu wechseln und einen anderen Charakter spielen zu können – wie dieses Element in das Spiel eingefĂĽgt wurde, ist genial. Im direkten Vergleich zu den anderen Games, welche ich mir in letzter Zeit zu GemĂĽt fĂĽhrte (The Evil Within, Soma), fiel mir auch der Detailreichtum der Spielwelt ins Auge: An jeder Ecke gibts etwas zu entdecken und allgemein wirkt die Welt sehr lebendig und dadurch ĂĽberzeugend. Dass das Spiel darĂĽber hinaus nicht an Brutalität geizt, war fĂĽr mich ebenfalls ein herauszuhebender Pluspunkt, da es so den Ernst der Spielwelt ĂĽberzeugend unterstreicht und dem gesamten Geschehen die nötigen GlaubwĂĽrdigkeit versetzt. Gerade die Kampfanimationen mit der dazugehörenden Geräuschkulisse wirken spektakulär realistisch und hektisch, dass habe ich in der Form so noch in keinem Spiel erlebt. Ü  All diese Punkte kombiniert mit einem fordernden aber nicht ĂĽberfordernden oder unfairen Kampfsystem machen The Last Of Us zu einem echten Meisterwerk, dass mich in praktisch allen Belangen zu ĂĽberzeugen wusste.

Kritisieren möchte ich die Puzzle-Elemente des Spiels: Hier hat man meiner Meinung nach nicht den richtigen Spagat zwischen Anspruch und Unterhaltung gefunden. Das Spiel schiebt immer mal wieder vereinzelte Puzzle-Passagen in den Levelverlauf ein, welche praktisch durchgehend derart offensichtlich zu lösen sind, dass sie den Spielverlauf meines Erachtens mehr behindern als ergänzen. So wirkten die entsprechenden Levelabschnitte nur unnötig Zeitaufwändig und unterbrachen den sonst so tribenden Spielfluss. Die Entwickler haben dem jedoch proaktiv mit Dialogen entgegengewirkt: Bei Puzzlesequenzen unterhalten sich die Charaktere oft über irgendwelche Dinge, was dem Ganzen wieder einen gewissen Unterhaltungswert verleiht. Oft geht das “Hole die Leiter um die Ecke und mach daraus eine Brücke” dann aber doch etwas zu lange und man hat das gefühl, man schlägt so ein bisschen die Zeit tot, bis das Spiel hinter dem nächsten Checkpoint wieder an Fahrt aufnimmt. Den überragenden Gesamteindruck des Spiels trüben diese vereinzelten Abschnitte aber kaum.

10/10

 

 

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